Vom Kaffee in der Kälte - und vom Stein im Magen
Sonntag Abend, nach der großen Demo: ein wohltuender Kaffee mit einer Freundin in der Innenstadt. Stunden des intensiven Redens. Langsam wurde uns wieder warm.
Nach dem Kaffee noch ein Glas Wein. Alles liebevoll gebracht von einem sehr aufmerksamen jungen Mann. Danke, sagen ich beim Bezahlen, uns war so kalt. Wir waren so lange draußen. Waren Sie auf der Demo? Ja, als Oma gegen Rechts. Danke, dass Sie das für uns uns, für mich tun. Ich komme aus Syrien. Bin schon viele Jahre hier. Was haben wir Euch getan? Warum wollt Ihr uns loswerden? Wir arbeiten für Euch, für Euer Land. Wir zahlen Steuern. Wir sind immer pünktlich. Warum seid Ihr so gegen uns? Entschuldigen Sie, sagt er. Nicht Sie persönlich. Aber viele denken so. Und ich kriege immer mehr Angst.
Ein
Stein in meinem Magen, mein Herz wird schwer. Die Saat ist
aufgegangen. Die fiese, böse Saat. Ausländerfeindlichkeit,
Menschenfeindlichkeit, Verachtung, Hass, Hetze. Wie würdelos und
ekelhaft ist das? Und immer mehr brüllen mit.
Ich will das nicht.
Der Fremde, der sich bei euch aufhält, soll euch wie ein Einheimischer gelten und du sollst ihn lieben wie dich selbst; denn ihr seid selbst Fremde in Ägypten gewesen. Ich bin der HERR, euer Gott. 3. Mose 19, 34

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Du hast so Recht, liebe Heike!
AntwortenLöschenJa, deshalb muss man den Mund aufmachen gegen rechtsradikales Gedankengut.
AntwortenLöschenWehren den Anfängen.
Natürlich gibt es Menschen die nichts Gutes im Sinn haben wenn sie kommen.
Dafür braucht es praktikable Lösungen.Aber nicht ohne genau hinzuschauen, wer unsere
Gastfreundschaft missbraucht und wer nicht.Blau wählen ist keine Problemlösung.