It's smarter to travel in groups oder: Gemeinsam sind wir stärker


Foto: Pixabay 

Es gibt eine wunderschöne Werbung eines belgischen Verkehrsanbieters. Mehrere Videos findet man dazu auf youtube. Alle Videos haben dieselbe Aussage: It's smater zu travel in groups - übersetzt: Es ist schlauer, in Gruppen zu reisen.  Hier ein Link dazu:
- Da sind z. B. Pinguine, die sich gemeinsam gegen einen Hai wehren. 
- Da sind Ameisen, die den Ameisenbären überlisten und 
- Krebse, die zusammen der Möwe entkommen.

Der Hai hat fest vor, mindestens einen Pinguin zu fressen,
der Ameisenbär hat so eine Lust, die Ameisen zu vertilgen,  
der Möwe läuft beim Anblick der Krebse schon das Wasser im Schnabel zusammen.
Die Feinde sind stark, mächtig und sehr hungrig. Aber sie sind alleine unterwegs - vertrauend darauf, dass ihre Kraft groß und ihr Ziel locker erreichbar ist. Sie haben aber die Rechnung ohne den Wirt gemacht: die anderen sind zwar klein, aber sie sind viele. Sie erkennen den Vorteil, der darin steckt - und sie wissen ihn für sich nutzbar zu machen. Statt zu erstarren und vor Schreck zu Opfern oder zur leichten Beute zu werden, werden sie tätig und handeln gemeinsam.
Gegen den scheinbar mächtigen Feind hilft es, dass man sich zusammentut und miteinander ungewöhnliche und neue Lösungen überlegt. Jede/-r alleine für sich würde es nicht schaffen. 

Die Einführung von Donald Trump zum amerikanischen Präsidenten ist jetzt über eine Woche her. Aber mehr als von ihm redet die Welt im Moment über eine schmale, ältere Frau, die in dem Gottesdienst nach der Einführung eine stille, aber unglaublich beeindruckende Predigt hielt.  Ganz leise las sie dem neuen/alten Präsidenten die Leviten. "Im Namen unseres Gottes bitte ich Sie, dass Sie sich der Menschen in unserem Land erbarmen, die jetzt Angst haben." Es gebe "schwule, lesbische und transsexuelle Kinder in demokratischen, republikanischen und unabhängigen Familien. Manche fürchten um ihr Leben", sagte die Bischöfin. Sie verwies auch auf illegal eingewanderte Menschen, denen nun die Abschiebung droht. Die Erntehelfer und Reinigungskräfte, die Arbeiterinnen und Arbeiter in Geflügelfarmen und Fleischverarbeitungsbetrieben, in Restaurants und Krankenhäusern seien "vielleicht keine Staatsbürger oder haben nicht die richtigen Papiere, aber die große Mehrheit der Einwanderer ist nicht kriminell.“ (Bischöfin Mariann Edgar Budde, zitiert nach  ZEIT online.)
Haben Sie Erbarmen! Ein Weckruf gegen die Härte dieser Zeit. Auch gegen eine kopflose Politik in unserem Land, die jeden Tag schärfere Maßnahmen gegen Einwanderer überlegt. Eine Politik, die sich von der AFD vor sich hertreiben lässt. Ja, es ist zu lange zu viel Elend passiert. Das weiß ich. Aber eine von der AFD diktierte Politik geht für mich überhaupt nicht. 

Am Wochenende vom 24. - 26. 1. 2025 fanden überall im Land Demonstrationen und Zusammenkünfte gegen Rechts statt. Die in Flensburg hieß "Hoffnung strahlt hell". Wir waren ca. 2.500 Leute, die gegen Hass und Hetze auf die Straße gingen. Beeindruckend war das.

It's smater to travel in Grupps: Es ist schlauer, in Gruppen unterwegs zu sein. "Einsam bist du klein, aber gemeinsam werden wir Anwalt des Lebendigen sein." Wie oft haben wir diesen Kanon gesungen? Also tun wir uns zusammen, zeigen wir Gesicht und Rückgrat. Die neuen Kräfte wollen, dass wir Angst haben und kuschen. 

Bei Reflab, dem "digitalen Lagerfeuer" der Uni Zürich habe ich etwas für mich sehr Gutes 
gefunden: Die beeindruckende
Bischöfin hat vor einigen Jahren ein Buch geschrieben: Eine Anleitung zum Mutigsein. Das Buch fasst sie in 10 Punkten zusammen. Besonders stark ist für mich Punkt 8: "Sich mit anderen zusammenzutun, ist wesentlich. Niemand bewirkt alleine Großes." Zum Nachlesen:  https://www.reflab.ch/eine-anleitung-zum-mutigsein-10-lektionen-aus-mariann-edgar-buddes-buch/ 
Es ist an der Zeit aufzustehen und klar zu reden und zu handeln. Mitmenschlich zu sein, Nächstenliebe zu üben, für Demokratie zu kämpfen. Nicht als Einzelperson, sondern mit Gleichgesinnten zusammen. 
Mein Vorbild neben der Bischöfin ist der Reformator Ulrich Zwingli, der uns ins Stammbuch geschrieben hat: "Tut um Gottes Willen etwas Tapferes."

Denn Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit. 2. Timotheus 1, 7



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